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Kasse & Kosten

Kartengebühren in der Gastronomie 2026: SumUp, Qonto, Stripe und Mollie im Vergleich

Bei Kaffee und Kuchen entscheidet nicht der Prozentsatz, sondern die feste Gebühr je Zahlung. Was die Anbieter berechnen, was das bei 8, 25 und 50 € kostet und wie du die Gebühren senkst.

Kassen-Tablet zeigt die Zahlarten mit Gebühr, daneben zahlt ein Gast kontaktlos am Kartenterminal

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei kleinen Bons ist eine feste Gebühr je Zahlung teurer als ein höherer Prozentsatz: 0,25 € auf einen 4-€-Kaffee sind 6,25 %.
  • Vor Ort am günstigsten: SumUp Plus und Qonto mit 0,79 bis 0,8 % für Privatkarten aus der EU, ohne feste Gebühr.
  • Online-Zahlungen mit fester Gebühr (Stripe, Mollie) kosten bei typischen Café-Bons das Drei- bis Fünffache.
  • Die günstigste digitale Zahlart ist die Echtzeitüberweisung per QR-Code: kein Prozentsatz vom Umsatz.

Warum kleine Bons teuer werden

Viele Anbieter rechnen einen Prozentsatz plus eine feste Gebühr je Zahlung. Bei einem Restaurant-Bon von 80 € fällt die feste Gebühr kaum auf. Bei einem Kaffee für 4 € sind 0,25 € allein schon 6,25 % des Umsatzes. Rechne deshalb immer mit deinem eigenen Durchschnittsbon, nicht mit dem Beispiel auf der Preisseite.

Was die Anbieter berechnen

AnbieterSatz Privatkarte EUFix je Zahlung
SumUp ohne Abo1,39 %–
SumUp Plus0,79 %–
Qonto0,8 %–
Stripe online1,5 %0,25 €
Mollie online1,8 %0,25 €

SumUp Plus kostet 19 € im Monat oder 199 € im Jahr; Firmen- und Premiumkarten kosten dort 1,39 %. Qonto gilt für Terminal und Tap to Pay und setzt ein Qonto-Geschäftskonto voraus; Firmen- und Nicht-EU-Karten kosten 2,6 %, das Terminal einmalig 99 oder 199 € netto. Stripe und Mollie sind hier mit ihren Online-Tarifen genannt, etwa für Zahlungslinks oder die Bezahlung bei der QR-Bestellung. Stand aller Preise: Oktober 2026.

Wie viel davon beim Anbieter bleibt, siehst du an einer EU-Regel: Das Entgelt der kartenausgebenden Bank ist für Privatkarten auf 0,2 % (Debit) und 0,3 % (Kredit) gedeckelt (Verordnung (EU) 2015/751). Der Rest sind Netzgebühren und die Marge des Anbieters.

Gebühr je Bon

Anbieter8 €25 €50 €
SumUp ohne Abo0,11 €0,35 €0,70 €
SumUp Plus0,06 €0,20 €0,40 €
Qonto0,06 €0,20 €0,40 €
Stripe0,37 €0,63 €1,00 €
Mollie0,39 €0,70 €1,15 €
QR-Überweisung0,00 €0,00 €0,00 €

Privatkarte aus der EU, ohne Monatsgebühren. Bei der QR-Überweisung kann je nach Kontomodell ein Preis pro Buchung deiner Bank dazukommen.

Ab wann sich SumUp Plus lohnt

Plus spart 0,6 Prozentpunkte auf Privatkarten aus dem EWR und kostet 19 € im Monat. Das rechnet sich ab rund 3.170 € Kartenumsatz im Monat, mit dem Jahresabo (199 €) ab rund 2.760 €. Zahlen viele Gäste mit Firmen- oder Premiumkarten, liegt die Schwelle höher, weil diese Karten auch mit Plus 1,39 % kosten.

Online zahlen bei der QR-Bestellung: die teuerste Variante

Wenn Gäste per QR-Code bestellen und gleich online bezahlen, laufen viele Zahlungen über Online-Tarife mit fester Gebühr. Bei einem Café mit kleinen Bons steigen die Gebühren dadurch schnell auf mehr als das Doppelte.

Dazu kommt das Trinkgeld: Am Terminal oder am gedrehten Kassen-Display, das die Bedienung hinhält, geben Gäste deutlich häufiger etwas als allein am eigenen Handy. Ein guter Ablauf: per QR-Code bestellen, am Tisch bei der Bedienung bezahlen. Online-Zahlung lohnt sich vor allem für To-Go und Vorbestellungen.

So senkst du deine Kartengebühren

  1. Rechne mit deinem Durchschnittsbon und deinem Kartenanteil.
  2. Prüfe ab rund 3.000 € Kartenumsatz im Monat ein Abo wie SumUp Plus.
  3. Biete die Echtzeitüberweisung per QR-Code als zusätzliche Zahlart an. Jeder Gast, der so zahlt, spart dir die Kartengebühr.
  4. Lass am Tisch bei der Bedienung bezahlen statt online.
  5. Prüfe Firmen- und Premiumkarten in deinen Auszahlungen: Sie kosten bei fast allen Anbietern mehr.

Häufige Fragen

Welcher Kartenanbieter ist für ein Café am günstigsten?

Vor Ort mit kleinen Bons: Anbieter ohne feste Gebühr je Zahlung. SumUp Plus und Qonto liegen bei 0,79 bis 0,8 % für Privatkarten aus der EU (Stand Oktober 2026). Ganz ohne Kartengebühr geht die Echtzeitüberweisung per QR-Code.

Was kostet SumUp pro Zahlung?

Ohne Abo 1,39 %. Mit Zahlungen Plus 0,79 % für Privatkarten aus dem EWR und 1,39 % für Firmen- und Premiumkarten, dazu 19 € im Monat oder 199 € im Jahr.

Darf ich die Kartengebühr an Gäste weitergeben?

Nein, bei Verbrauchern nicht für gängige Karten wie girocard, Visa oder Mastercard (§ 270a BGB).

Warum sind Online-Zahlungen teurer?

Online-Tarife haben meist eine feste Gebühr je Zahlung, etwa 0,25 €. Bei kleinen Bons macht sie den größten Teil der Kosten aus.

Funktioniert Keksu mit meinem Kartenterminal?

Ja, mit jedem Terminal: Betrag am Gerät eingeben, in der Kasse „Karte“ buchen. SumUp-Terminals bekommen den Betrag automatisch.

Quellen

  1. SumUp: Preise
  2. SumUp: Zahlungen Plus
  3. Qonto: Tap to Pay auf dem iPhone
  4. Qonto: Kartenterminal
  5. Stripe: Preise
  6. Yagemi: Mollie-Gebühren (Stand 30.08.2026)
  7. Verordnung (EU) 2015/751 über Interbankenentgelte

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